Lieber mit dem alten Partner etwas Neues, als mit einem neuen Partner wieder das Alte!


Partnerschule® – damit Beziehungen gelingen



Was ist die Partnerschule?


Die Partnerschule ist ein Angebot für alle Paare, denen ihre Beziehung am Herzen liegt!


Partnerschule ist ein Kompetenztraining für all die Paare, die - vielleicht auch noch nach vielen gemeinsamen Jahren - ihre Partnerschaft als lebendigen Austausch verstehen, leben und gestalten möchten.

Dies können Paare sein, die sich in einer Krise befinden, Paare, die ihrer Beziehung etwas Gutes tun möchten, oder auch Paare, die sich in aller Verantwortung auf ihre Ehe vorbereiten möchten. Partnerschule bietet keine Patentrezepte, dafür aber eine individuelle und kompetente Unterstützung für das Anliegen jedes einzelnen Paares. Zusammen mit anderen Paaren lernt das einzelne Paar, ein konstruktives Miteinander innerhalb der eigenen Partnerschaft zu finden und die Beziehung glücklich und stabil zu gestalten.

Das Verfahren PARTNERSCHULE beinhaltet sowohl Einzelgespräche mit einem Paar, als auch Seminare in und mit Paargruppen. Meist finden die Seminare als Blockveranstaltung in Kooperation mit Einrichtungen der Erwachsenenbildung statt (ca. vier bis fünf Tage). Maximal nehmen neun Paare an einer Gruppe teil.



Kinderbetreuung: Entdeckungszeit für Eltern


Ihre Kinder sind dabei und immer willkommen: Parallel zur Gruppenarbeit wird eine Kinderbetreuung angeboten. Neben den "Paarzeiten" bleibt jedoch genug Zeit, auch als Familie etwas miteinander zu erleben.

Untersuchungen seit 1990 belegen, dass die Anwesenheit der Kinder für die Gesamtinteraktion in der Familie einen ausgesprochen heilsamen Effekt hat. Die Kinder fühlen sich in der Regel sehr wohl, spüren sie doch, dass ihre Eltern bei uns in guten Händen sind und sie sich nicht mehr darum kümmern müssen, dass ihre Eltern sich nicht streiten. Bei einem Basisseminar schrieben dann auch die Kinder über ihren Gruppenraum: „Betreten verboten! Kinder haften nicht für ihre Eltern!“


Diese inhaltliche Aussage der Kinder in diesem Verbotsschild korrespondiert mit wissenschaftlichen Befunden, in denen festgestellt wurde, dass Kinder ein kindbezogenes Setting im Rückblick zufriedener einschätzen als einen familienbezogenen Ansatz mit Familiengesprächen. Denn hier stehen die Aktivitäten der Kinder und die Zuwendung durch deren Gruppenleiter im Vordergrund und nicht die Probleme der Erwachsenen. Aus diesem Grund ist es nicht verwunderlich, dass dies positiver eingeschätzt wird als ein familienbezogenes Setting, bei dem das Reden im Mittelpunkt steht – auch dann, wenn versucht wird, in Familiensitzungen mit handlungsorientierten Methoden zu arbeiten.

Die durchschnittliche Anzahl der Kinder pro Seminar liegt bei 12, die Altersgrenze reicht von sieben Tagen (der jüngste Teilnehmer) bis 16 Jahren.



Partnerschule holt Sie dort ab, wo Sie gerade stehen


Im Mittelpunkt steht der/die Einzelne mit dem Verstehen seiner/ihrer Beziehungsmuster. Unbewusste Konflikte und Muster, die das Zusammenleben oft schwer machen, können aufgedeckt und hinterfragt werden. Statt bei Unterschieden und Problemen zu verweilen, richtet die Partnerschule den Schwerpunkt auf die Ressourcen und positiven Erfahrungen, die ein Paar miteinander verbindet. Diese veränderte Blickrichtung ermöglicht es, neue Lösungen und Wege zu finden, um die Belastungen des Alltags meistern und die Zukunft gemeinsam gestalten zu können.

Das zentrale Anliegen der Partnerschule ist eine Verbesserung der konkreten Situation des einzelnen Paares. Beide sollen auch in Krisenzeiten wieder Wege zueinander finden können!

Falls es doch zu einer Trennung oder Scheidung kommt, sollen beide Partner so viel partnerschaftliches Miteinander-Umgehen gelernt haben, um weiterhin in gegenseitiger Wertschätzung als Eltern zum Wohle ihres Kindes/ihrer Kinder gut kooperieren zu können.



Im Rahmen der Partnerschule können Sie lernen:


  1. sich selbst und den/die Partner/in besser zu verstehen

  2. Bedürfnisse und Gefühle offen und klar auszudrücken

  3. alte Beziehungsmuster zu verstehen und neue zu entwickeln

  4. die Kommunikation zu verbessern, neue Umgangsstrategien zu erlernen

  5. neue Leitbilder und Ziele Ihrer Partnerschaft zu entwickeln

  6. Ihre partnerschaftliche Situation zufriedener zu gestalten

  7. sich als Paar wieder neu zu entdecken



Wie wird in der Partnerschule miteinander gearbeitet?


Paare sind trotz „schwerer Zeiten“ immer auch kompetent in Fragen der Liebe, Partnerschaft und Kindererziehung. So ist es ein grundlegender Effekt der Gruppenarbeit, dass sich die Teilnehmer gegenseitig bereichern, indem sie, angeleitet durch die Gruppenleitung, ihre Erfahrungen zusammentragen, Impulse für neue und positive Veränderungen austauschen und für die eigene Beziehung nutzen können.


Gezielt werden Lösungsorientierte Verfahren eingesetzt, die sich an den Ressourcen jedes Paares orientieren und dabei helfen, neue Entwicklungsprozesse beim Einzelnen, sowie beim Paar einzuleiten. Es werden folgende Methoden eingesetzt:


  1. Paar- und Gruppengespräche

  2. Imaginationstechniken

  3. Kreative Techniken, z. B. Arbeit mit Ton

  4. Entspannungs- und Körperarbeit

  5. Partnerschaftsfördernde Übungen


Eine wertschätzende, wohlwollende Grundhaltung ist die Basis aller Seminare. Es besteht kein Gruppenzwang, etwas tun, sagen oder beitragen zu müssen. Wir arbeiten in gegenseitiger Achtung und einer entspannten Atmosphäre. Eine lösungsorientierte Vorgehensweise hilft dabei, neue Entwicklungsprozesse beim Einzelnen, sowie beim Paar einzuleiten und neue Verhaltensweisen zu erlernen.



Verfahrenswirksamkeit


Das Verfahren PARTNERSCHULE wurde 1990 von Dr. Rudolf Sanders, Leiter der Ehe-, Familien- und Lebensberatungsstelle Hagen, entwickelt und seitdem erfolgreich in der Paarberatung eingesetzt.


Auf Grund der Bedeutung, die dieses Verfahren für ein positives Miteinander in Ehe und Familie hat, wurde es im Jahr 2000 als Modellprojekt im Rahmen der Aktion des Familienministeriums zur Gewaltprävention gewürdigt.


Das Verfahren PARTNERSCHULE basiert auf der Grundlage wissenschaftlicher Pädagogik und Psychologie. Die Verfahrenswirksamkeit der PARTNERSCHULE wurde mehrfach evaluiert und bestätigt. Im Rahmen einer wissenschaftlichen Untersuchung des Landes Nordrhein-Westfalen zur Effektivität von Eheberatung (Kröger und Sanders, 2002) konnte beispielsweise nachgewiesen werden, dass sich bei den beteiligten Paaren u.a.:


  1. die grundsätzliche Zufriedenheit mit der Partnerschaft verbessert

  2. die Anzahl von Konflikten reduziert

  3. die Fähigkeit, Konflikte zu lösen, zunimmt

  4. körperliche Beschwerden abnehmen

  5. depressive Verstimmungen abnehmen


Die aktuelle Studie können Sie hier lesen.



Weitere Informationen


Weitere Informationen zur Partnerschule erhalten Sie gern in einem persönlichen Gespräch sowie auf der Website von Dr. phil. Sanders:

partnerschule.de


Statt Probleme wälzen: Beziehungskompetenz lernen


Angesichts des hohen Stellenwertes, den die meisten Menschen einer Liebesbeziehung zuordnen und der positiven Auswirkungen, die das Gelingen einer Partnerschaft auf die psychische/physische Gesundheit der Partner und ihrer Kinder hat, vermittelt Partnerschule vielfältige Kompetenzen, die es beiden Partnern ermöglicht, ihr bestehendes System Partnerschaft / Familie künftig als gewinnbringende Gemeinschaft, womit weniger der finanzielle Aspekt gemeint ist, für alle Beteiligten zufrieden im Alltag zu gestalten.

(Dr. phil. Rudolf Sanders, Begründer des Verfahrens Partnerschule.) partnerschule.de












Warum Partnerschule?


Der Begriff „Schule“ wird mit lernen verbunden, und heute wissen wir, dass Lernen bis ins hohe Alter möglich ist, Menschen sich also zu jeder Zeit Ihres Lebens entwickeln und Neues dazulernen können. Wer in eine Schule geht, muss noch nicht alles wissen und sollte die positive Erfahrung machen, gemeinsam mit anderen, Fähigkeiten und Kompetenzen erwerben zu können, die ihm zukünftig helfen, mit sich und seiner Umwelt besser zurecht zu kommen. Beziehungs- und Erziehungskompetenzen sorgen für ein entspanntes und zufriedenes Miteinander in Partnerschaft und Familie. Sie wurden uns nicht in die Wiege gelegt, und deshalb bieten die Partnerschule und die Elternschule die Möglichkeit, diese wichtigen Kompetenzen zu erlernen. Es lohnt sich, für die Liebe zu lernen - die Liebe zu lernen!


(Christine Tafler, Dipl. Psych.)












Wann macht es Sinn?


Alle Paare möchten, dass ihre Beziehung, die sie einmal miteinander eingegangen sind, gelingt und Bestand hat und doch: Immer mehr Paare entscheiden sich heute für eine Trennung/Scheidung und damit gegen ihre einmal eingegangene Ehe bzw. Liebesbeziehung.

Neue Studien belegen, was gesellschaftlich schon lange „gefühlt“ wird: Fast jede zweite Ehe wird nach fünf Jahren wieder geschieden und jedes dritte Kind ist inzwischen ein Kind getrennter Eltern mit Mehrfamilienhintergrund - Tendenz steigend!


Zwei Drittel der Paare, die sich trennen, geben hinterher an, nicht alle Möglichkeiten genutzt zu haben, um ihre Ehe zu retten und am Leben zu erhalten - sehr oft mit Bedauern! Lediglich bei einem Drittel der Paare, die sich trennen, handelt es sich um stark destruktive Beziehungen, deren Erhalt für die beiden nicht mehr zu rechtfertigen wäre.


Wir leben heute in einer Konsum- , Wegwerf- sowie einer Multi - Optionsgesellschaft: Alles ist möglich, jeder kann sich entscheiden, wie er will, Gebrauchtes oder Abgenutztes wird weggeworfen und schnell durch Neues ersetzt, der Kauf eines neuen Kühlschranks beispielsweise ist billiger als eine Reparatur des alten!

Allerdings machen viele Paare die schmerzliche Erfahrung, dass dieser Konsum- und Wegwerfgedanke auf Beziehungen nicht übertragbar ist - die Trennungsrate bei Zweitehen ist noch höher und schneller, so die Studien. Die Halbwertszeit also wird immer kürzer...


Die Trennungs- und Scheidungskultur boomt: auf dem Psychomarkt finden wir fast nur noch Kurse und Angebote zum Thema: „Trennung und Scheidung“. In den USA werden inzwischen Scheidungen mindestens genauso zelebriert wie Hochzeiten, „happy divorce“ lautet das, und der eine oder andere kann sogar mit etwas Glück im Spiel die Kostenübernahme seiner oft sehr teuren Scheidung gewinnen.


Übersehen wird dabei allerdings die bittere und traurige Realität: Vielen „Geschiedenen“ droht der soziale Abstieg, ein hoher Prozentsatz der Alleinerziehenden endet in Harz IV bzw. Armut, von emotionaler Isolation und Armut ganz zu schweigen!


Diesem gesellschaftlichen Trend möchte ich etwas entgegensetzen und allen Paaren Mut machen, „Lieber mit dem alten Partner etwas Neues, als mit einem neuen Partner wieder das Alte“ zu leben.


(Christine Tafler, Dipl. Psych.) partnerschule-wuerzburg.de